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Die verborgenen Kulte, denen diese Hexen oft angehört hatten, hätten überraschende Geheimnisse aus alter, vergessener Zeit gehütet und weitergegeben; daher sei es keineswegs ausgeschlossen, dass Keziah tatsächlich die Kunst gemeistert habe, die Tore zwischen den Dimensionen zu durchschreiten.

Die Überlieferung spreche immer von der Nutzlosigkeit materieller Barrieren, wenn es darum ging, eine Hexe festzuhalten – und wer könne schon sagen, was sich wirklich hinter den alten Geschichten von nächtlichen Besenritten verbarg?

 
— H.P. Lovecraft (1932)


Träume im Hexenhaus
Brown Jenkin by Muzski
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1933
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
Horror im Museum
Nachfolger
Die anderen Götter

Träume im Hexenhaus (Dreams In The Witch House) ist eine Kurzgeschichte welche Lovecraft im Winter 1932, in den Monaten Januar und Februar schrieb, ein gutes Jahr später wurde sie in der Juli Ausgabe 1933 in Weird Tales veröffentlicht. Lovecraft wurde vermutlich durch einen Vortrag von Willem de Sitter über die Größe des Universums inspiriert Träume im Hexenhaus zu schreiben. Dies ist wahrscheinlich da Willem de Sitter wörtlich in der Geschichte erwähnt wird und die Handlung der Kurzgeschichte viele Elemente des Vortrags, wie das verstehen des Universums durch Mathematik, Geometrie und dem Raum-Zeit-Kontinuum beinhaltet.

Handlung Bearbeiten

Der Protagonist der Geschichte, Walter Gilman, ein Mathematik- und Geschichtsstudent der Miskatonic Universität mietet sich das angeblich verfluchte Zimmer der berüchtigten Keziah Mason, da er von den dunklen Gerüchten die sich um diese vor Jahrhunderten verschwundene Hexe kreisen fasziniert ist. So soll die Hexe Pakte mit dem Teufel eingegangen sein und unter anderem einen Familiar namens Brown Jenkin dafür erhalten haben. Das Zimmer der alten Hexe ist in jedem Fall geprägt von einer fremdartigen Geometrie der Wände, die in Gilman eigenartige Gefühle von Räumen und Dimensionen wecken.
Weird-Tales-July-1933
Gilman geschah in den ersten Wochen kein Leid im Hexenhaus, doch ob die Träume das Fieber brachten oder das Fieber die Träume ist

nicht sicher, jedoch beginnt er mit zunehmender Genauigkeit von der Hexe und ihrem Familiar zu träumen. In diesen Träumen von bizarren und fremdartigen Räumen sprechen beide mit ihm und versuchen ihn scheinbar zu etwas zu überreden. Während diese Träume jede Nacht schlimmer werden beginnt Gilman auch tagsüber mehr und mehr mit seinem Verstand zu kämpfen und auch wenn er sich kaum noch auf sein Studium konzentrieren kann macht er rasante Fortschritte im Fach der Mathematik und schockiert seine Mitstudierenden und Lehrer mit wilden Theorien über die Fähigkeiten der Mathematik und das man mit passenden Formeln und Geometrie durch Raum und Zeit schreiten könnte, ja vielleicht sogar in andere Dimensionen wandeln kann. Zunehmend beginnen Lehrer und auch Gilman selbst an seinen Geisteszustand zu zweifeln, während dessen werden die Träume immer detaillierter und ihm ist als würde vor dem einschlafen sich Brown Jenkin seinem Bett nähern. Die Träumen werden schlimmer als sich ein neues Unheil in der Form eines großen pechschwarzen Mannes manifestiert während Gilman im Buch des Azathoth unterschreiben soll, denn sein Wissen ist nun so umfassend das er einen Pakt schließen müsste schildert die Hexe, einen Pakt im Buch des Azathoth unter den Augen des schwarzen Mannes. Gilman wacht auf und ist sich nicht sicher ob er wirklich unterschrieben hat fürchtet aber böses, nicht zu Letzt weil die berüchtigte Walpurgis Nacht bevorsteht.

The Black Man

Wie er befürchtete beginnt in der Walpurgis Nacht ein Traum von besonders finsterer Natur, doch als die Hexe damit beginnt ein Kind zu opfern versucht Gilman dies zu verhindern und in dem darauf folgenden Kampf gelingt es ihm auch tatsächlich die Hexe zu töten, jedoch vollendet Brown Jenkin die Opfergabe in dem er dem wehrlosen Opfer die Pulsadern durchbeißt. Als er wieder erwacht beichtet Gilman seinem Nachbarn Frank Elwood die Geschehnisse der letzten Nacht, doch schon am nächsten Morgen ist Gilman tot während Elwood mit ansehen muss wie sich Brown Jenkin aus dem Körper des Träumers heraus frisst. Kurz darauf später der Hausherr das Gebäude nun völlig leerstehen zu lassen.

Nach Jahren der Verwahrlosung zerstört ein Sturm schließlich das Dach des verfluchten Hauses und bei den Aufräumungsarbeiten finden die Handwerker in den Trümmern die skelettierten Überreste zahlreicher Kinder, sowie einer alten Hexe und einem eigenartigen Mischwesen von Ratte und Mensch. Neben den fremdartigen Büchern und Artefakten ist es dieses Mischwesen, dass auf die Anwohner von Arkham die größte Wirkung hat und schon bald werden in den Kirchen Kerzen angezündet um das Ableben von Brown Jenkin zu feiern.

Trivia Bearbeiten

  • In einem der Träume wird Gilman in eine Stadt der Alten Rasse transportiert, als Keziah und Brown Jenkin ihn dort finden sind sie in Begleitung von dreien dieser Wesen - in welcher Verbindung Keziah zu der alten Rasse steht ist unbekannt, jedoch ist die Alte Rasse in der Gegenwart praktisch ausgestorben, die Magie/Mathematik die sie benutzen erlaubt also tatsächlich ein Reisen durch Zeit als auch durch den Raum.
    • In der Stadt bricht Gilman eine Figur der alten Rasse von einer Balustrade ab und trägt sie aus dem Traum in sein Zimmer, wo sie am nächsten Morgen vom Hausmädchen gefunden wird - von der Balustrade fehlten zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Figuren, da sie typisch für die Kunstfertigkeit der Alten Rasse, äußert grazil und schön, aber wenig stabil gebaut waren und Gilman wo möglich nicht der erste Besucher dieser Art war.

Hörbücher Bearbeiten