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Erich Zann

Die Musik des Erich Zann ist eine klassische Kurzgeschichte von Lovecraft aus dem Jahre 1921. Sie handelt von einem deutschen Musiker, dessen Melodien nicht von dieser Welt zu stammen scheinen.

HandlungBearbeiten

Die Musik des Erich Zann
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1921
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
Herbert West -Reanimator
Nachfolger
Das Grab

Ein mittelloser Student sieht sich gezwungen in ein heruntergekommenes Mehrparteienhaus in einer abgelegen Stadt zu ziehen. In seinem Zimmer lauscht er des Nachts den fremdartigen, aber dennoch merkwürdig faszinierenden Klängen einer Violine, welche im Stockwerk über ihm gespielt wird. Bald schon holt er Informationen über den Musiker ein und erfährt von dem Hausverwalter, dass es sich bei seinem Nachbarn um einen stummen alten deutschen Cellisten namens Erich Zann handelt. Da seine Faszination durch die seltsamen Klänge nicht nachlässt, fängt er Zann eines Tages im Treppenhaus ab und folgt dem Musiker nach einer mehr durch Hartnäckigkeit erwirkten Einladung auf sein Zimmer um seiner Musik zu lauschen. Nachdem beide sich in dem Raum vor ein großes, mit einem Vorhang versehenes Fenster setzen, beginnt Erich Zann auf seiner Violine zu spielen. Der Student ist von den Fähigkeiten des Musikers auch sehr beeindruckt, als er jedoch vergeblich darauf wartet, dass Zann die fremdartigen Melodien spielt, beginnt er sie zu pfeifen. Dies führt zu einem abrupten Stimmungswechsel Zanns, der den Studenten sofort hinauswirft. Trotz der unangenehmen Situation, mit welcher sein Besuch endet, und der Bemühungen Erich Zanns ihm fortan aus dem Weg zu gehen, ist er nachts weiterhin in der Lage durch heimlichesLlauschen im Flur in den Genuss der Musik von Erich Zann zu kommen. 

Eines Nachts jedoch, als die seltsamen Melodien besonders wild klingen, hört der im Flur lauschende Student einen von Erich Zann stammenden Schrei. Durch Klopfen und das Rufen seines Namens gewährt Erich Zann ihm schließlich nach dem hörbaren Schließen des Vorhangs Einlass und scheint zum ersten Mal sichtlich erleichtert zu sein ihn zu sehen. Daraufhin gesteht er, dass er alles erklären und nun einen vollständigen Bericht in deutscher Sprache über seine Musik verfassen möchte. Doch als Zann hastig Seiten mit Textzeilen füllt, stoppt er plötzlich abrupt und beginnt in Richtung Fenster zu lauschen. Kurz darauf hört auch der Erzähler aus der Ferne einen seltsamen Ton und der alte Musiker beginnt erneut und diesmal erstmalig in Anwesenheit des Studenten mit seinem fanatischen Spiel. Plötzlich erhebt sich ein starker Wind, welcher das Fenster zerstört sowie das Geständnis Erich Zanns fortweht. Nachdem der Erzähler sich nicht länger beherrschen kann, zieht er den Vorhang beiseite und wirft einen Blick aus dem Fenster. Doch anstatt die Lichter der Stadt zu erblicken, sieht er nur einen von endlosem Klang erfüllten chaotischen lichtlosen Raum. Ein weiterer Windstoß sorgt für Dunkelheit im Zimmer, und nachdem der Student realisiert, dass eine Rettung Erich Zanns nicht möglich ist, welcher schweißgebadet, mechanisch und mit gläsernen Augen auf seiner Violine spielt, flieht er aus dem Haus und der Stadt.


TriviaBearbeiten

  • Die Musik des Erich Zann ist eine der beliebtesten Lovecraft-Geschichten. Ihre kurze schnelle Handlung mit einem klaren Aufbau in Richtung der Offenbarung im Finale des nicht zu leugnenden Übernatürlichen gilt als Musterbeispiel für eine typische Horror-Geschichte Lovecrafts.

Hörbücher Bearbeiten

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