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Der Tempel U29
Der Tempel ist eine Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft aus dem Jahre 1920. Die Geschichte wird durch ein Tagebuch von Karl Heinrich Graf von Altberg-Ehrenstein Kovettenkapitän eines deutschen Unterseebootes erzählt. Das Unterseeboot stößt auf eine mysteriöse Elfenbeinskulptur und verschwindet spurlos im Atlantik.
Der Tempel
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1920
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
Das Unnennbare
Nachfolger
In der Gruft


HandlungBearbeiten

Die Geschichte beginnt mit der neutralen Information, dass die Ereignisse einem an der Küste von Yucatan aufgefundenen Manuskript entnommen wurden.

Der Kovettenkapitän Karl Heinrich Graf von Altberg-Ehrenstein schildert darin die ungewöhnlichen Ereignisse, die dem Unterseeboot U-29 widerfahren sind. Nach der Versenkung des britischen Schiffes Victory entdeckt die Crew der U-29 die Leiche eines jungen Matrosen, der sich vermutlich vor dem Abtauchen auf das Deck ihres U-Boots zu retten versuchte. Als sie ihn durchsuchen, entdecken sie in seiner Tasche eine merkwürdige Elfenbeinskulptur. Der zweite Offizier Lieutenant Klenze vermutet, dass sie von großem Wert sein muss und nimmt sie an sich. Damit beginnt der Wahnsinn, denn als die Leiche entfernt und wieder ins Wasser geworfen wird, glauben zwei Matrosen, sie würde sie mit ihrem Blick fixieren, und ein anderer schwört, er habe sie nach dem Eintritt ins Wasser abtauchen und wegschwimmen sehen.

Dieses Ereignis führt zu einer hohen Anspannung innerhalb der Crew und es ensteht ein starker Aberglaube bezüglich der Elfenbeinstatuette und des jungen Matrosen. Viele der Matrosen klagen mit der Zeit über grauenvolle Albträume, in denen sie die Schreie von Ertrinkenden hören und meinen, an den Bullaugen Leichen vorbeitreiben zu sehen. Nach und nach verschwinden auch einige der Matrosen auf unerklärliche Weise von Bord. Als das U-Boot auch noch einen Maschinenschaden erleidet, der jede Steuerung unmöglich macht, und unkontrolliert in einer unbekannten Unterwasserströmung inmitten einer Heerschar von Delphinen dahintreibt, kommt es zur offenen Meuterei. Korvettenkapitän Altberg-Ehrenstein reagiert sofort und erschießt die gesamte Crew bis auf Lieutenant Klenze. Schließlich weist auch Lieutenant Klenze immer mehr geistige Verwirrtheit auf und fordert, dass sie sich zu zweit in die Fluten stürzen sollten, solange noch die Zeit bestünde, im Wahnsinn Zuflucht zu suchen. Aufgrund dessen begibt sich der zweite Offzier schließlich alleine mitsamt der Elfenbeinstatue von Bord des U-Bootes, was den Korvettenkapitän alleine zurücklässt. Letztendlich erreicht die U-29 eine seltsame antike Ruine auf dem Grund des Meeres, die sogleich die gesamte Aufmerksamkeit des letzten Besatzungsmitgliedes in ihren Bann schlägt und in welcher er das legendäre Atlantis zu erkennen glaubt. Während der Kapitän an sich selbst psychologische Veränderungen wahrnimmt, landet die U-29 vor einem riesigen Tempel inmitten der Ruine, aus dem Licht zu dringen scheint und seltsame Gesänge zu vernehmen sind. Im Gegensatz zu Klenze vor ihm, weigert sich Altberg-Ehrenstein dem Wahnsinn nachzugeben, fertigt das Manuskript über die Ereignisse an, übergibt es dem Meer und legt vorsorglich einen Taucheranzug an um letztendlich dem ununterdrückbaren Impuls den Tempel zu betreten nachzukommen.

Wiederkehrende InhalteBearbeiten

  • Möglicherweise handelt es sich bei dem vermeintlichen Atlantis in Wirklichkeit um R'lyeh, die Stadt, die von Cthulhu und seinem Sternengezücht vor Millionen Jahren auf der Erde errichtet wurde.
  • Bei der Ruine könnte es sich außerdem auch um eine der Unterseestädte der Tiefen Wesen handeln.


Hörbücher Bearbeiten

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