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Whisperer

Der Flüsterer im Dunkeln ist eine Horror-Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft. Geschrieben wurde sie zwischen Februar und September des Jahres 1930.

Die Geschichte behandelt die heimliche Infiltration der Erde durch eine außerirdische Spezies.

Zuerst wurde sie in den Weird Tales im August 1931 veröffentlicht. Obwohl es zahlreiche Hinweise auf den Cthulhu Mythos macht, ist das Übernatürliche nicht in der Handlung. Die Geschichte führt auch die Mi-Go, eine fremde Rasse von Pilz-Kreaturen in das Lovecraft-Universum ein.

Der Flüsterer im Dunkeln
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1930
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
The Electric Executioner
Nachfolger
Das merkwürdige hochgelegene Haus im Nebel


Handlung Bearbeiten

Nach einer großen Flut in Vermont wird in den öffentlichen Zeitungen der Gegend über seltsame Sichtungen in den umliegenden Flüssen berichtet. Albert N. Wilmarth, Englischprofessor an der Miskatonic Universität in Arkham, wird daraufhin in eine lokale Diskussion verwickelt, in welcher er einen nüchternen rationalen Ansatz vertritt, der gemeinhin in der Öffentlichkeit Verbreitung findet. Trotzdem gibt es weiterhin eine Anzahl an Kritikern, die mit Behauptungen über alte Legenden von Menschen entführenden Monstern aus den Bergen die Diskussion energisch am Leben erhalten. 

Eines Tages erhält Wilmarth ein Schreiben von Henry Wentworth Akeley, einem Mann, der in der Nähe der Ereignisse in einem einsam gelegenen Bauernhaus lebt, welcher angibt, unwiderlegbare Beweise dafür zu besitzen, dass die Legenden wahr seien und in den Bergen in der Tat Monster lebten. Diese Monster seien eine Spezies aus dem All, welche Vorposten auf der Erde unterhalten, um in den Bergen bestimmte Mineralien abzubauen, die es nur auf der Erde gebe. Sie werden den alten Legenden nach Fungi vom Yuggoth oder einfach Mi-go genannt. Da sie nicht den Sinn in der Anstrengung zur Auslöschung der Menschheit sehen, gehen sie subtil vor und versuchen, wie Akeley herausgefunden hat, u.a. mittels verbündeter Menschen die Öffentlichkeit von ihrer Existenz und Tätigkeit abzulenken. Dazu bedienen sie sich auch der Anbetung merkwürdiger mächtiger außerirdischer Wesen wie Cthulhu oder Nyarlathotep. Da Akeley Wilmarths Unterstützung bei der Analyse der Ereignisse benötigt, allerdings die Gefahr bei einer persönlichen Anwesenheit des Professors zu hoch sei, entsteht ein Briefwechsel zwischen den beiden, in dem ersterer dem Professor immer mehr Beweise zukommen lässt, welche die Existenz dieser Wesen zu untermauern scheinen. Doch bald schon verschwinden die ersten Briefe. Es kommt zu Anschlägen auf Akeley. Als die Lage sich weiter zuspitzt, finden in mondlosen Nächten auf Akeleys einsamen Anwesen Schießereien zwischen ihm und den Mi-go statt, bei denen mehrere Wachhunde sterben. Jedoch stirbt dabei auch eines der Wesen. Als Akeley dieses fotografieren will um Wilmarth das Bild zukommen zu lassen, löst sich der Leichnam vor seinen Augen auf und auf dem Bild ist nichts zu sehen. Daraufhin kommen beide zu dem Schluss, dass die Wesen aus einer fremden Materie bestehen müssen, die aus einer anderen Galaxie stammt.

Weird tales aug 1931

Doch mit der Ankunft eines weiteren Briefes von Akeley ändert sich alles, in diesem gibt Akeley Wilmarth gegenüber an, dass die ganze Angelegenheit auf einem furchtbaren Irrtum beruhe und die Außerirdischen keinesfalls feindlich gesinnt seien. Es habe in der Zwischenzeit eine friedliche Verhandlung mit einem menschlichen Stellvertreter auf seinem Anwesen gegeben. Bei dieser wurde Akeley offenbart, das die Mi-go ihm und Wilmarth den Irrtum und die vorherigen Konfrontationen nicht übel nähmen und sogar bereit seien, ihn und den Professor in die Geheimnisse des Alls einzuweihen. Dazu würde er nun Wilmarth herzlich auf sein Anwesen einladen und hier sollten auch die Ereignisse selbst noch einmal erläutert werden. Hierzu solle er allerdings die Beweise und Briefe mitbringen.

Wilmarth ist von Akeleys Brief und dessen extremer Kehrtwende in seinem Verhalten sehr verwirrt und im Gegensatz zu diesem den Außerirdischen gegenüber weiterhin sehr misstrauisch, begibt sich aber dennoch mit allen Beweisen zu Akeleys Anwesen. Dort angekommen, wird er von einem kränklichen, in einem Lehnstuhl sitzenden Akeley empfangen. Am Abend kommt es zu einer Unterhaltung zwischen beiden, bei der die Technologie der Mi-go vorgestellt wird, mit deren Hilfe das menschliche Gehirn aus dem Körper entfernt werden könne, damit der Geist fähig sei, ohne Schaden Reisen durch Zeit und Raum zu machen, um unvorstellbare geistige Erfahrung und Reife zu erreichen. Die Mi-go haben Akeley das Angebot zu einer dieser Reisen gemacht, der dieser Einladung nicht abgeneigt scheint, und wollen Wilmarth ebenso dazu einladen. Wilmarth, völlig überwältigt und trotz allem von einem großen Widerwillen vereinnahmt, begibt sich, um das Angebot zu überschlafen, zunächst auf sein Zimmer. Da sein Misstrauen nicht schwindet und er Akeley zu Besinnung bringen will, begibt er sich in der Nacht heimlich mit einer Taschenlampe erneut in den Raum, in dem die Unterhaltung stattfand und bemerkt, dass Akeley abwesend zu sein scheint. Doch kurz bevor er den Raum verlässt, wirft er noch einen letzten Blick auf den Lehnstuhl von Akeley, in welchem dieser beim abendlichen Gespräch zuvor gesessen ist. Zu seinem Schrecken erkennt er dort drei furchtbare Gegenstände. Die Hände und das Gesicht von Akeley,versehen mit Klammern, was eine ungeheuerliche Vermutung aufkommen läßt. Daraufhin verlässt er Hals über Kopf das Anwesen, wobei er jedoch sämtliche Beweise zurücklässt. Nachdem die später hinzugezogene Polizei außer dem Verschwinden von Henry Wentworth Akeley auch keine Beweise für ungewöhnliche Ereignisse findet, verlässt sie das Anwesen wieder.

Wiederkehrende InhalteBearbeiten

Nyarlathotep-TheorieBearbeiten

Es gibt die Theorie, dass Nyarlathotep, welcher hier ohnehin schon größere Erwähnung findet, auch persönlich in Erscheinung tritt. Nyarlathotep ist als einziger der äußeren Götter in Lovecrafts Erzählungen dafür bekannt, gerne in unmittelbare Kommunikation mit Menschen zu treten um diese häufig zu zweifelhaften Übereinkünften zu bewegen (wie auch in der Kurzgeschichte Träume im Hexenhaus). Hier wird an einer Stelle sogar wörtlich gesagt "der welcher das Gewand des Menschen als Maske trägt". In diesem Zusammenhang und aufgrund der Tatsache, dass die Mi-go Nyarlathotep persönlich anbeten, ist es möglich, das es sich bei den merkwürdig erkrankten Akeley (welcher sich später mit Wilmarth über die Technologie der Mi-go unterhält) um Nyarlathotep selbst handelt oder dass dieser zumindest in die Ereignisse im Landhaus verwickelt ist.

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