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Der Fall Charles Dexter Ward ist ein Roman von H.P. Lovecraft aus dem Jahre 1927. Veröffentlicht wurde er jedoch erst nach Lovecrafts Tod im Jahr 1941.

Der Fall Charles Dexter Ward
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1941
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
Das Ding im Mondlicht
Nachfolger
Die Traumfahrt zum unbekannten Kadath


Handlung Bearbeiten

Die Handlung der Geschichte wechselt sowohl in der Zeit als auch in der Perspektive des Erzählers teilweise fließend. Um die Übersicht zu wahren sind die Zeitabschnitte hier hervorgehoben gegliedert ohne den eigentlichen Verlauf der Geschichte zu verändern.

Prolog (Gegenwart) Bearbeiten

Die Geschichte setzt ein mit den Hinweis darauf das kürzlich ein junger Mann unter mysteriösen Umständen aus einer Irrenanstalt in Neuengland verschwunden ist. Bei diesen jungen Mann handelte es sich um Charles Dexter Ward welcher der Sohn einer angesehenen örtlich ansässigen Familie war. Obwohl viele Ärzte ihn aufgrund vorrausgegangener Ereignisse als eindeutig Wahnsinnig klassifizierten streiten sich die Gemüter über die genaue Art dieses Wahnsinns. Dieser folgte laut Aussage einiger Beobachter nämlich keinen bekannten psychologischen Schema und führte letztlich scheinbar sogar zu wahrnehmbaren physiologischen Veränderungen. Auch der Zeitpunkt des eigentlichen Ausbruchs des Wahnsinns ist ein Thema auf das sich die Ärzte nicht eindeutig festlegen können.

Folgend wird im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart über Charles dem Wahnsinn vorausgehenden Nachforschungen über einen Vorfahren mit den Namen Joseph Curwen berichtet. Diese Nachforschungen führten, so ist die Mehrzahl der Ärzte einer Meinung, zum Ausbruch der geistigen Zerrüttung des jungen Mannes und infolgedessen zum Wahnsinn. Lediglich sein Hausarzt Marinus Bicknell Willett, welcher eigene Nachforschungen zu dem Thema unternahm, wiederspricht der allgemeinen Ansicht. Zwar sei der Junge definitiv dem Wahnsinn verfallen doch dies geschah, entgegen der Meinung der übrigen Ärzte, erst lange nach Charles ursprünglichen Altertumsforschung.

Joseph Curwen (Vergangenheit) Bearbeiten

Jetzt folgt ein ausführlicher Bericht über Charles Entdeckungen in der Zeit seiner Nachforschungen über den merkwürdigen Vorfahren Joseph Curwen.

Joseph Curwen war anscheinend im Jahre 1662 zum Zeitpunkt der Hexenprozesse von Salem nach Providence geflüchtet und dort daraufhin in einem großen Anwesen ansässig geworden. Bald schon fiel der verschlossene reiche Kaufmann durch sein exzentrisches Verhalten auf. So werden seltsame Geräusche und Lichter aus seinen Anwesen vernommen. Knochen und Leichenfunde in der Nähe seines Anwesens und das Verschwinden einiger in seinen Diensten stehender Seemänner sowie die Lieferung von Mumien und anderen fragwürdigen Objekten als auch seine ungewöhnlich lange Lebensspanne lassen bald die Öffentliche Meinung sich gegen ihn wenden. Trotz einer kurzzeitigen Beruhigung der Gemüter durch Curwens geschickte Vermählung mit einer Braut aus einer angesehenen Familie führt das Ganze letztlich zu einem geheimen Zusammenschluss wichtiger Personen in Providence in eine Bürgerwehr um das fragwürdige Treiben des mitlerweile als Hexenmeister verschmähten Einsiedlers zu beenden. Allen vorran steht der ehemalige und nun rachsüchtige Bräutigam der jungen Frau. Zusammen beschließen sie nach den Fund eines besonders merkwürdigen Leichnahms mit Waffengewalt in das seltsame Anwesen vorzurücken und Joseph Curwen zur Rechenschaft zu ziehen.

Dies geschieht letztlich und es kommt zur Gewaltsamen Auseinandersetzung welche mit Curwens scheinbaren Tod endet. Die Anwohner in der Nähe von Curwens Anwesen vernehmen in der Nacht der Konfrontation seltsame Schreie und abermals merkwürdige Lichter und keiner der Beteiligten Milizen ist willig im folgenden über die Ereignisse in dem Anwesen zu sprechen.

Charles Wahnsinn (Vergangenheit) Bearbeiten

Nach dieser umfassenden Entdeckung über die Ereignisse die zum Tod seines Vorfahren geführt haben begibt sich Charles nach dem Fund eines uralten Potraits von Curwen und einige mysteriöser Papiere, die er niemanden in der Familie zeigt, trotz des Wiederspruches seiner Eltern auf eine lange Reise ins Ausland. Wie Dr. Willet herausfindet hat er dabei einen der Nachfahren eines Brieffreundes von Curwen besucht und wurde von ihm unterrichtet. Nach seiner Rückkehr beginnt Charles sich zunehmend merkwürdiger zu verhalten. So schließt er sich in seinem Dachzimmer ein und meidet jegliche Kontakte mit der Begründung das er nur so Erfolg bei seinen Experimenten finden kann. Eines Abends eskaliert die Situation als währrend eines heftigen Gewitters merkwürdige Stimmen aus seinen Zimmer erschallen welche seine Mutter sogar kurrzeitig das Bewusstsein rauben. Danach wird Charles von seinen Vater heftigt gerügt und verspricht seine Bemühungen zurückzufahren, trotzdem könne er niemanden Einlass in sein Zimmer gewähren. In den folgenden Monaten gibt es einige Fälle von Grabraub in der Gegend und eine kurze beunruhigende Welle von Vampirismus tritt auf. Zu dieser Zeit verwandelt sich das Selbstsichere und Wissbegierige Gemüt des jungen Charles in zunehmende Unsicherheit und Beunruhigung.

Dr. Willets Bericht (Gegenwart) Bearbeiten

Zu dieser Zeit erreicht Dr. Willet ein Brief vom zuvor stehts abweisenden Charles Dexter Ward. In diesen Brief gesteht Charles ein dunkle Magie betrieben zu haben mit welcher er nun Kräfte erweckt hat welche zum Untergang der Menschheit führen können wenn man ihnen nicht Einhalt gebietet, er selber schwebe derzeit in großer Lebensgefahr und bereut zu tief sich auf das Ganze eingelassen zu haben. Etwas erleichtert das Charles sich nun empfänglich für Hilfe zeigt bemüht sich Dr. Willet daraufhin zusammen mit Mr. Ward Charles zu helfen welcher sich zwischenzeitlich freiwillig in Behandlung gegeben hat. Doch dieser zeigt sich beim Treffen überraschend ruhig und ausgeglichen und gibt an das seine vorherigen Hirngespinste die im Brief beschrieben seien nicht der Wahrheit entsprechen und nun überwunden seien und es ihm deutlich besser ginge.

Dr. Willet und Mr. Ward begeben sich daraufhin zum ehemaligen Anwesen von Joseph Curwen wo Charles zeitweise seine Forschungen in einem darüber mitlerweile errichteten Haus betrieben hat. Ihnen gelingt es einen geheimen Zugang zu den immer noch exitierenden versteckten Kellergewölben des Curwen Anwesens zu entdecken welches Dr. Willet, aufgrund einer Falle die Mr. Ward außer Gefecht setzt, alleine betritt. Die Kellergewölbe bestätigen alle Vorurteile und Befürchtungen welche der Doktor über den alten Hexenmeister hegte. Er entdeckt in der Großen Unterirdischen Anlage neben einer Vielzahl an unbeschreiblichen Kreaturen die in speziellen Löchern gesperrt sind eine Anzahl an Hexenformeln. Als er eine dieser Formeln ausversehen aktiviert erscheint ein unbeschreiblicher Nebel der ihn das Bewusstsein raubt. Als er wieder erwacht ist das ganze Gewölbe verschwunden und er findet in seiner Tasche eine mysteriöse Nachricht welche ihn beauftragt Joseph Curwen zu töten.

Bewaffnet mit seinen neuen Wissen begibt sich Dr. Willet zuerst in das Haus der Wards und vollführt einen Reinigungszauber. Danach weist er Mr. Ward daraufhin das es nun zum Ende des Schreckens kommen wird, jedoch wird Charles nicht wieder zurückkehren. Schließlich begibt er sich in die Anstalt und offenbart der Gestalt welche sich für Charles Dexter Ward ausgibt das er nun alles weiß und erkannt hat das es sich in Wirklichkeit um Joseph Curwen handelt welcher vom jungen Charles wiederbelebt wurde und nach dessen Ermordung seinen Platz eingenommen hat. Daraufhin offenbart der Doktor welche Formel er zuvor in Curwens Anwesen ausversehen aktiviert hat und das Curwen nun der letzte verbliebene Nekromant ist. Beängstigt und in die Enge getrieben versucht Curwen daraufhin einen Fluch auszusprechen doch Dr. Willet war auch darauf vorbereit und stimmt eine Bannformel ein welche Joseph Curwen nach mehreren Jahrunderten endgültig und vollkommen vernichtet.

Wiederkehrende Inhalte Bearbeiten

Hörbücher Bearbeiten

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