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Das Grauen von Dunwich (Originaltitel The Dunwich Horror) ist eine Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft, die er im Jahr 1928 verfasste, und die in der Aprilausgabe von Weird Tales (1929) das erste Mal veröffentlicht wurde. Sie zählt zu den Kerngeschichten des Cthulhu-Mythos und ist eines der erfolgreichsten Werke des Autors.

Weird tales april 1929

Die Handlung dreht sich um die Familie Whateley, die mit Yog-Sothoth paktiert in dem Versuch, die Tore zu den großen Alten zu öffnen.

Handlung Bearbeiten

In einem einsamen und isolierten Dorf in Massachusetts bringt die Albinotochter der gemiedenen Whateley Familie unter düsteren Omen ein ungewöhnliches Kind Namens Wilbur zur Welt. Kein Vater ist bekannt, doch sein Großvater, den man hinter vorgehaltener Hand als Hexenmeister bezeichnet, spricht voller Stolz davon, dass sein Enkel eines Tages den Namen seines Vaters von den Hügeln rufen werde. Nicht nur die exzentrischen Handlungen und Äußerungen des Alten, der von neuer Energie erfüllt zu sein scheint, berunruhigen die Dorfbewohner, auch Wilbur steht immer öfter im Mittelpunkt dunkler Gerüchte. Zum einem wächst er ungewöhnlich schnell, zum anderen teilt er das Interesse und auch schon bald das Wissen, für das der alte Whateley gefürchtet wird. Als die Whateleys damit beginnen, immer mehr Vieh zu kaufen, ohne dass ihre Herde merklich wächst, und auch zunehmend Leute verschwinden, nimmt der Schrecken langsam Gestalt an. Doch mit scheinbar endlosen Reserven an antikem Gold und durch direkte Einschüchterungen bleiben die Whateleys größtenteils unbehelligt.

Als der alte Whateleys schließlich an Altersschwäche stirbt, übernimmt Wilbur die Führung der Familie, und kurz darauf verschwindet seine Mutter spurlos.

Der letzten Aufforderung seines Großvaters nachkommend versucht Wilbur, an eine vollständige Kopie des Necronomicons zu kommen, doch Dr. Henry Armitage, der Bibliothekar der Miskatonic-Universität, liest ebenfalls die Seite, die Wilbur interessiert, und fordet ihn auf, das Gelände sofort zu verlassen. Wilbur begeht den Fehler, zu erwähnen, dass er das Buch auch in anderen Universitäten bekommen könne, woraufhin Dr. Armitage alle entsprechenden Universitäten vor dem düsteren Gast warnt. Eines Nachts versucht Wilbur schließlich, das Necronomicon zu stehlen, doch sein Eintreten wird vom Wachhund wahrgenommen, und als seine Waffe versagt, ist Wilbur nicht in der Lage, sich gegen die untypische Raserei des Hundes zu verteidigen. Als Dr. Armitage und zwei weitere Personen, Warren Rice und Francis Morgan, das Zimmer betreten, liegt Wilbur bereits im Sterben, nun erkennbar als nur halbmenschliches Mischwesen, welches den Namen Yog-Sothoth murmelt, als es stirbt.

Mit Wilburs Tod beginnt das Grauen von Dunwich, denn es stellt sich heraus, dass Wilbur noch einen Bruder hatte, der weit weniger menschlich war als er selbst. Dieser bricht schließlich aus dem Whateley-Anwesen aus und wütet unsichtbar mehrere Tage in Dunwich, bis Armitage, Rice und Morgen, bewaffnet mit den nötigen Formeln aus dem Necronomicon, erscheinen. Zusammen gelingt es ihnen, das Monster sichtbar zu machen, in dessen verzerrtem Gesicht sie voller Schrecken die markanten Whateley-Züge erkennen. Die Formeln des Necronomicons zeigen Wirkung und sind schließlich in der Lage, das Grauen zu bannen.

Trivia Bearbeiten

  • Lovecraft selbst war ausnahmsweise sehr stolz auf diese Geschichte. So schrieb er einem Freund, The Dunwich Horror (Originaltitel) sei ihm so gut gelungen, dass Weird Tales sie vielleicht nicht drucken würde. Doch Weird Tales druckte sie und teilte offensichtlich Lovecrafts Ansicht, da er mit umgerechnet 2800 Dollar sein bis dahin höchstes Gehalt für eine Geschichte erhielt.
Dunwich Horror

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