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Berge des Wahnsinns (Originaltitel At the Mountains of Madness) ist eine von Lovecraft im Jahr 1931 verfasste Horrorgeschichte. Aufgrund ihrer Länge hatte Lovecraft, welcher generell Kurzgeschichten für Magazine schrieb, Probleme einen Publisher zu finden und erst fünf Jahre später wurde sie als Serie in den Februar, März und April Ausgaben von Astounding Stories (1936) stark editiert veröffentlicht. Auch wenn er mit 315$ einen seiner größten finanziellen Erfolge erzielte geht aus Briefen von Lovecraft hervor, dass er über die Eingriffe in sein Werk sehr wütend war und die Originalgeschichte wurde erst im Jahr 1985, lange nach seinem Tod veröffentlicht.

Die Handlung dreht sich um eine Expeditionsmannschaft der Miskatonic Universität, welche in der Antarktis unerwartet auf Ruinen der Alten stößt und herausfindet wie diese Spezies ihr Ende fand.

Berge des Wahnsinns
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1936
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
Die Herausforderung aus dem Jenseits
Nachfolger
Schatten über Innsmouth

HandlungBearbeiten

Als eine Expeditionsmannschaft der Miskatonic Universität tief in die Antarktis vorstößt, entdecken die Wissenschaftler bei geologischen Bohrungsarbeiten verblüffende Ungereimtheiten in den fossilen Fundstücken die scheinbar keinen natürlichen Urpsrung haben. Während ein Mitglied der Mannschaft überzeugt ist, dass es sich hierbei um die Spuren intelligenten Lebens handelt, trifft die Theorie auf wenig Zustimmung im Team, jedoch wird es gestattet einen bis dahin ungeplanten Erkundungsflug zu starten bei welchem ein Gebirge von unglaublichen Ausmaßen entdeckt wird. Als sich schließlich den Forschern durch eine Sprengung eine Höhle offenbart in welcher das ewige Eis Körper einer fremdartigen Spezies konserviert hat, verlagert sich die Aufmerksamkeit der gesammten Expedition auf ein neues Missionsziel. In kürzester Zeit wird ein provisorisches Lager errichtet und alsbald eine Obduktion der fremdartigen Spezies angesetzt. Die Wissenschaftler im Hauptlager sind besorgt über einen aufziehenden Schneesturm, allerdings übertreffen die unvorhergesehenden Entdeckungen letztlich alle Bedenken. Während eine Funkstille durch den Sturm zu erwarten war, beunruhigt ihr anhalten die Wissenschaftler im Hauptlager zunehmens und schließlich macht sich eine kleine Gruppe auf dem Weg um das Nebenlager aufzusuchen. Direkt nach dem eintreffen zeichnet sich düsteres Bild: Das gesamte Lager ist in einer Art und Weise verwüstet die kaum durch den Schneesturm verursacht werden konnte und bis auf einen fehlenden Studenten ist die gesamte Mannschaft mitsamt der Schlittenhunde tot und wurden teilweise scheinbar selbst obduziert. Der Horror nimmt weiter Gestalt an als alle bis auf ein scheinbar provisorisch beerdigtes Mitglied der Fossilien ebenfalls fehlen. Schließlich beschließen drei Mitglieder der Expeditionsmannschaft, die gigantischen Berge zu überfliegen, worauf sie die Ruinen einer uralten alten Stadt stoßen. In den Ruinen offenbaren detaillierten Wandzeichnung dann die Geschichte mysteriösen Fossilien.

Berge des Wahnsinns

Vor Millionen von Jahren waren die sogenanten Alten aus dem Weltall auf die bis dahin größtenteils leblose Erde gekommen. Nicht nur waren die Alten die erste intelligente Spezies der Erde, sie waren auch eine weit entwickelte Gesellschaft und hatten bereits die meisten Wissenschaften gemeistert, wobei sie besonderes Interesse an Genetik zeigten. Tatsächlich erschuffen die Alten entweder mit Absicht oder aus Versehen jegliches intelligente Leben der Erde, welches nicht wie sie vom Weltraum kam. Für den Bau ihrer riesigen Städte erschufen sie eine spezielle Spezies aus Protoplasma, die Shoggothen, welche in der Lage war ihre physische Form zu verändern und mühelos gewaltige Kraftakte vollbringen konnten. Die Shoggothen wurden von den Alten auch im Krieg gegen diverse andere außerirdische Spezies eingesetzt. Tatsächlich war das Militär der Alten schlagkräftig genug um selbst die Mi-Go, sowie Cthulhu und sein Sternengezücht zurückzudrängen und zu Verhandlungen zu zwingen. Jedoch wurden die Shoggothen schließlich selbst zu einer Bedrohung, denn es fand langsam eine scheinbar ungewollte Evolution statt bei welcher sich in den Shoggothen zunehmend ein eigenes Bewusstsein bildete. Mit einem langsam entstehenden eigenen Willen entwickelte sich die Sklavenrasse zunehnemd von einem Werkzeug zu einem Problem und es folgte schließlich ein Krieg aus welchem die Alten als Sieger hervorgingen. Jedoch war ihre Kultur mitlerweile derart auf die Shoggothen angewiesen, dass sie nicht ausgerottet werden konnten. Obwohl sie dieses Mal noch als Sieger hervorgingen, schwächte der innere Krieg die Alten und zwang sie schließlich dazu, den Großteil ihres ursprünglichen Gebietes aufzugeben und sich immer weiter in die spätere Antarktis zurückzuziehen. Als der Südpol schließlich durch ein sich wandelndes Klima immer kälter wird, ziehen sich die verbleibenden Alten schließlich vollständig in ihre letzte große Stadt, welche von den Bergen hinab bis ins Meer reicht zurück. An dieser Stelle enden die Aufzeichnungen an den Wänden.

Als die Expeditionsmannschaft tiefer in die alte Stadt eindringt, finden die Mitglieder die enthaupteten Leichen von den ausgegrabenen Fossilien der Alten. Ein furchterregendes Geräusch und ein bestialischer Gestank kündigt kurzdarauf das Grauen an welches die Alten enthauptete und die Gruppe flüchtet in panischer Angst. Durch einen Blick über die Schulter erkennen sie jedoch das herannahende Übel als ein schleimiges Gebilde aus Protoplasma, einen Shoggothen - es gelingt ihnen jedoch zu entkommen. Während des Rückflugs erblickt einer der beiden Expeditionsteilnehmer in einer Luftspiegelung über den Bergen des Wahnsinns etwas so Erschreckendes, dass er nur noch im Stande ist, verstört und unzusammenhängend zu murmeln. Die Erzählung schließt mit der einvernehmilchen Vereinbarung der Mannschaft, niemandem etwas von den Ereignissen zu erzählen. Ein Versprechen das der Protagonist nur bricht um andere Expeditionen in die Antarktis zu verhindern.

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